Jürgen Schwanzer

Im Rhöner UnternehmerNetzwerk e.V. fungiert Jürgen nicht nur als Kassenwart. Mit seiner Kreativität, seinem Einfallsreichtum und seiner Leidenschaft für das Tüfteln bringt er immer wieder Schwung und Ideen in das Netzwerk.
Aber natürlich ist Jürgen noch mehr als nur das. Als Urgestein in Mellrichstadt ist er ein „echter“ Rhöner. Daher war es für ihn klar, bei RUN von Beginn an als Gründungsmitglied dabei zu sein.

Als Inhaber des Elektroladens Schwanzer in der Innenstadt Mellrichstadts organisiert er nicht nur den Handel mit Elektrowaren, sondern managed auch den angeschlossenen Handwerksbetrieb für Elektroinstallationen. Dank seines bereits angesprochenen Ideenreichtums findet er für jeden Kunden die passende Lösung. Davon profitieren seine Kunden ebenso wie RUN – unabhängig davon ob es sich um elektronische Installationen, Rauchmelder, TV Anlagen oder Waschmaschinen dreht.

Aber am besten lassen wir Jürgen selber zu Wort kommen …

Hallo Jürgen!
Als erste Frage, gleich vorne weg – warum Elektromeister? Wolltest du schon von klein auf in diesem Beruf arbeiten?

Ich war schon von klein auf in dem System mittendrin, als mich mein Vater als Kind mit zu Kunden genommen hat, um mir zu zeigen, was er so macht. Damals hatte ich mir geschworen, dass ich das niemals machen würde, weil mir das viel zu kompliziert erschien, all die Farben von den bunten Drähten auseinander zu halten. Dann wünschte ich mir zu Weihnachten einen Elektro-Experimentierkasten für Kinder, und dann war es geschehen. Schule, Lehre, noch eine Lehre, und jetzt führe ich das größte Elektrofachgeschäft der ganzen Stadt und bin auch deutscher Meister.


Wie waren die ersten Monate oder gar Jahre, nachdem du den Familienbetrieb übernommen hast? Gab es irgendwelche Anlaufschwierigkeiten oder Generationenkonflikte?

Konflikte gab es keine Großen. Nach wie vor, kann ich auf die Erfahrung meiner Eltern bauen, die mich weiterhin aktiv unterstützen, um geschäftlich voran zu kommen. Hin und wieder sind unterschiedliche Generationen unterschiedlicher Meinung, wie man etwas angeht. Macht man es so, wie man es schon 40 Jahre macht, oder sollte man einen Weg gehen, der neu, unbekannt, modern und (noch) ungewiss ist? – Learning by doing. Auch neue Sachen ausprobieren, das macht es ja letztendlich spannend im Leben. Zum Thema Anlaufschwierigkeiten kann ich sagen, dass es leichter fällt, wenn man sich „vernetzt“ um von Erfahrungen anderer zu profitieren. Auch ein geschulter Coach gehört da dazu, der einem hilft voran zu kommen.


Manchmal scheint es als würdest du nicht arbeiten, sondern einfach dein Hobby für elektronische Spielereien ausleben. Liegen wir damit falsch oder ist dein Beruf wirklich gleichzeitig dein Hobby?

Genau das passt ja prima, zu dem oben erwähnten Elektro-Experimentierkasten im Alter von 11-12 Jahren. Kaum ein Produkt habe ich im Programm, welches nicht schon mal bei mir zu Hause gelaufen ist. Ich liebe es technische Spielerein auszutesten, zu hinterfragen, und mich in Hobby und Freizeit mit Technik zu beschäftigen. Und ich lege großen Wert darauf, dass es Hersteller und Lieferanten sind, mit denen ich positive Erfahrungen sammeln konnte. Somit bin ich absoluter Fan von Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Genau das, was meine Kunden auch von mir erwarten.

Welcher Aspekt macht dir dann im Alltag am meisten Spaß in deinem Beruf?

Sachen, Kunden, Situationen und Umstände erleben, wo einem jeder andere sagen würde „das gibt’s doch gar nicht“ – Lösungen finden für Probleme und Umstände, für die es nichts „von der Stange“ gibt.

Hast du ein Lieblingsprojekt aus den letzten Jahren, von dem du uns erzählen kannst?

Mein Lieblingsobjekt ist mein eigenes Haus. Ich lade auch gerne Kunden ein, die live sehen wollen, was man alles für sinnvolle Technik bauen kann. Ich habe beispielsweise keine Waschmaschine, die ich vom Handy aus einschalten kann, weil mir darin der Sinn fehlt, aber dafür habe ich Dachfenster die automatisch zu gehen, wenn es regnet. Oder z.B. ein Heizkörper der sich ausschaltet, sobald er merkt dass ein Fenster offen steht. Projekte bauen, die einem das Leben einfacher und sicherer machen, das ist das was liebe.

Das klingt als würdest du viel erleben. Bei RUN kommst du auch immer mit neuen, lustigen Anekdoten aus deinem Berufsalltag zum Frühstücks-Meeting. Hast du schon einmal darüber nachgedacht ein Buch zu schreiben?

Es ist tatsächlich so, dass ich gerne ein Buch schreiben würde. Prinzipiell würde ich gerne mit jemanden zusammenarbeiten, der mir dabei hilft, weil mir in diesem Bereich die Erfahrung fehlt. (Wer sich hier angesprochen fühlt, bitte bei mir helfen) Und ich denke, ich hätte so viele Dinge weiterzugeben, dass ich eine ganze Fernsehserie produzieren könnte. Ich würde gerne darüber schreiben, wie es funktioniert, im Leben und Beruf erfolgreich zu sein, und gleichzeitig den Menschen zu helfen, sich selbst Wünsche zu erfüllen. Wie kann ich Geld damit verdienen, für beide Seiten eine Win-Win Situation zu schaffen? Was kann ich beispielsweise im Rhöner Unternehmernetzwerk an Zeit und Engagement einbringen, um letztendlich davon selbst beruflich zu profitieren. Und letzen Endes mache ich ja das ,was ich mache, weil ich Spaß daran habe, an dem was ich tue. Ich arbeite ja nicht um zu überleben, sondern ich arbeite, weil mich das erfüllt, weil ich es gerne tue, weil es mein Hobby ist, und weil ich es liebe von meinen Kunden und Freunden dafür anerkannt zu werden.

Aber zurück zum Thema. Bei elektro Schwanzer bietet ihr so einiges an. Welche Leistungen oder Produkte sind denn ganz speziell euer Markenzeichen? Habt ihr besondere Fachgebiete oder seid ihr Alleskönner?

Der, der sich als „Alleskönner“ beschreibt hat das Problem, dass er viel kann, aber nichts richtig. Das ist nicht mein Ansatz. Beispielsweise habe ich bewusst das Geschäftsfeld „Photovoltaik“ ausgeklammert, weil man sich damit mehr beschäftigen müsste, wenn man da gute Lösungen anbieten will. Aber dafür gibt es das Rhöner Unternehmernetzwerk, weil da die Fäden zusammenlaufen, und man dort Partner und Kollegen finden kann, die in diesem Bereich besser aufgestellt sind. So ergeben sich Synergien und Gemeinsamkeiten, wovon dann wieder alle Beteiligten profitieren können. Dafür bin ich dann der gelernte Fernsehtechniker, der mit entsprechender Ausrüstung Antennenalgen und Fernsehsysteme für jedes gewünschte Home-Entertainment aufbauen kann. Dolby Surround, 4K, UHD, digital-Sat, das sind Themen mit denen ich mich gerne beschäftige. Aber auch alles rund um die klassische Elektroinstallation, auch in Verbindung mit neuzeitlichen Anwendungen, wie die oben beschriebenen Fenster, die bei Regen sich automatisch schließen. EDV- und Netzwerkverkabelung gehört dann da heutzutage auch dazu. Und ich weiß nicht, ob und wie viele Leute es hier im Landkreis noch gibt, die einem eine Waschmaschine reparieren können. Auch bei solchen und ähnlichen Haushaltsreparaturen kann man mich gerne ansprechen.

Wenn man zurück zu deiner Kreativität kommt, fällt auf, dass du diese auch im Berufsleben immer wieder für Neues verwendet. Seit einiger Zeit sieht man von dir auf diversen social media Kanälen auch einige Videoclips. Wie kam es denn dazu?

Das war damals eine spontane Idee zu Beginn des ersten Corona Lockdowns. Damals hatte ich eines der allerersten Online Seminare besucht von einem Business Trainer, der von allen Seiten gesagt bekam, dass man Fortbildungen, Trainings und Tagesseminare nicht online abwickeln kann. In dessen ganzer Branche vertrat und vertritt man die Meinung, dass man mit Seminaren und Trainings erst dann wieder durchstarten kann, wenn man richtige Events in Gruppen face to face anbieten kann. Der ließ sich da aber nicht beirren, und hat „sein Ding“ gemacht. Mittlerweile finden ganze Seminarwochenenden statt, und die sind beileibe nicht langweilig und unpraktisch. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt einen Weg zu probieren, den keiner sonst einschlägt. Das habe ich noch am selben Abend umgesetzt mit meinem ersten Videoclip  Und ich verstell mich da nicht, ich bin wirklich so, wie in den Filmchen. Ein bisschen crazy und verrückt, eine gesunde Mischung aus Respekt vor meinen Mitmenschen und Kunden, aber auch eine Portion Humor und Lockerheit. Das Leben ist doch nicht ein Gesetzbuch! Das Leben ist das was du draus machst. Wir wollen Spaß, wir wollen Unterhaltung, und unterhalten werden. Das versuche ich auf meine Weise umzusetzen. Die Reaktionen vom Publikum sind zu 99% positiv und aufmunternd. Man abonniert meinen Kanal, und freut sich jedesmal wenn es wieder was neues von dem „verrückten Elektriker“ gibt.

Zum Abschluss natürlich noch eine ganz wichtige Frage. Warum RUN? Du bist von Anfang an dabei. Was ist für dich die Motivation so viel Zeit und Energie in das Netzwerk und den Verein zu investieren?

Ich verfolge nicht das Ziel den maximalen wirtschaftlichen Erfolg daraus zu ziehen. Ich tue es, weil es mir Spaß macht. Weil ich mich freue zu sehen, wie etwas wächst, wie man anderen, neuen Mitgliedern helfen kann vorwärts zu kommen. Der eigene wirtschafltiche Erfolg kommt da nahezu automatisch hinterher. Es ist wie auf der Blumenwiese. Du mußt etwas aussähen, damit du etwas ernten kannst. Zu diesen Geschichten kommt mir gerade ein Gedicht in den Kopf, wobei ich nicht weiß, von wem es stammt:

GIB NICHT AUF!
Wenn gar nichts mehr geht, wie es manchmal passiert,
Wenn der Weg nur mehr steil den Berg hinauf führt,
Wenn der Beutel leer ist und Schulden dich drücken,
Wenn die Seufzer sofort jedes Lachen ersticken,
Wenn du Sorgen hast, und diese zuhauf,
Gönn’ dir Rast, wenn es sein muss,
aber gib nicht auf.

Das Leben läuft seltsam, auf verschlungener Bahn,
Wie jeder am eignen Leib spüren kann.
Manch’ üble Wendung, wie später erkannt,
Hätt’ mit etwas Geduld sich zum Guten gewandt:
Gibt nicht auf, geht’s auch manchmal nicht mehr voran,
Weil der nächste Streich dich zum Sieg führen kann.

Erfolg ist Pleite von der anderen Seite,
Das eine silbrig, und grau das zweite.
Und nie kannst du sagen, wie nah du schon bist
Näher vielleicht, als du selbst es siehst.
Also kämpfe und lass’ dich nicht unterkriegen,
Wenn du jetzt nicht aufgibst, so wirst du siegen.

Name: Jürgen Schwanzer

Beruf: Elektromeister und Betriebswirt

Leidenschaft: Technik

Funktion im Verein: Kassenwart

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